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Frustessen wieder einmal: Obwohl ich meine Schwächen kennen, habe ich mir wieder nachgegeben. Sie erinnern sich: Vor gut einem Jahr habe ich über emotionales Essen, emotionalen Hunger und Fresssucht geschrieben und Tipps gegeben, wie wir mit solchen Situationen umgehen müssen. Nur – was nützen die besten Tipps, wenn ich sie selbst nicht umsetze.

Eventuell kennen Sie die folgende Situation auch aus Ihrem eigenen Leben: Ich hatte die nächsten Wochen schon fast ganz verplant und war mitten in der Planung einer Messe. Infolge einer neuen geschäftlichen Begebenheit mussten innerhalb kürzester Zeit Kunden und Geschäftspartner über eine neue Situation informiert, neue Abläufe umgesetzt und die vielen daraus entstehenden Fragen beantwortet werden.

Wie schnell kommt da eine Entschuldigung für mein Frustessen auf

Ich versuchte nun in der Folgezeit, mein Tagesgeschäft nicht zu vernachlässigen und alles irgendwie unter einen Hut zu bringen. Die Bürostunden wurden mehr, die Pausen kürzer, das Essen ungeplanter – viel mehr und ungesünder – und die körperliche Bewegung weniger. Um meine langen Stunden zu versüssen, genehmigte ich mir immer häufiger etwas Süsses. Eigentlich wusste ich, wohin dies lief. Doch scheinbar gestresst wie ich war, wollte ich da im Moment nicht hinsehen – dafür hatte ich jetzt keine Zeit. Statt ein bewusstes «STOPP» zu sagen, liess ich es einfach laufen.

Stress: Wie schnell kommt da eine Entschuldigung für mein Frustessen auf: «Ich bin ja so arm, etwas Süsses haben ich jetzt verdient.» Gerade jetzt hat mein Körper gesunde Ernährung und nicht eine zusätzliche Belastung verdient! Photo by Pixabay

Von Tag zu Tag wurde mein Gewissen schlechter. Ich brauchte immer mehr Energie mit Verdrängen und nicht Hinsehen und ich wurde unzufriedener. So ass ich immer grössere Mengen und mehr Ungesundes. Und auch wenn ich mir täglich vornahm, mich heute ganz sicher noch zu bewegen, wusste ich eigentlich schon am Morgen, dass ich es nicht machen würde. In der Folge fühlte ich mich körperlich wie psychisch noch schlechter. Und ich nahm sieben Kilo zu. Zwar konnte ich dann das Gewicht halten, nur, frustrierend war es trotzdem. Nach dem berühmten Motto: «Auch Übergewicht muss gehalten werden!»

Soziale Unterstützung: Der Fels in der Brandung

Frustrierend war es, denn eigentlich will ich ja weiter abnehmen. Ich habe ja mein Ziel vor Augen. Doch glücklicherweise gibt es Freunde. Vor einiger Zeit habe ich in einem Artikel angesprochen, was in meinen Augen die grösste Hilfe beim Abnehmen und der grösste Unterschied zu meinen früheren Abnehmversuchen ist – die soziale Unterstützung.

Das Gespräch mit guten Freunden ist die soziale Unterstützung
Wirklich hilfreich ist ein Gespräch mit guten Freunden, die gerade auch heikle Punkte wie „Du hast wieder zugenommen» thematisieren und meist nur schon dadurch enorm motivieren, dranzubleiben und hinzuschauen. Photo by Shutterstock

Als liebe Freunde mich auf mein Gewicht ansprachen, gestand ich beschämt ein, wie es durch Nicht-Befolgen meiner eigenen Tipps zu meiner Gewichtszunahme gekommen war. Mit dem darüber Reden konnte ich auch mir selbst nicht mehr davonlaufen. Neu motiviert und so blöd es klingen mag, gestärkt, plante ich nun bewusst mein weiteres Vorgehen im täglichen Leben.

Mit diesen 5 Tipps vermeiden Sie Frustessen

Sich selbst wichtig nehmen

Es gibt keine Entschuldigung mich selbst und meine gesetzten Ziele zu vernachlässigen, auch nicht durch Frustessen! Meine tägliche Arbeit ist mir wichtig und ich mache sie gerne. Nur: Meine Gesundheit ist ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger. Deshalb mir unbedingt kurz Zeit nehmen und planen! So widersinnig dies klingt, wenn man vermeintlich oder auch wirklich keine Zeit hat, hilft genau das gezielte Planen Klippen zu umschiffen und Zeit zu sparen.

Kühlschrank und Vorrat auffüllen

Kühlschrank gezielt mit feinen, gesunden Sachen zu füllen, die schnell zu einem guten Essen verarbeitet werden können. So vermeide ich Frustessen. Wenn ich hungrig bin, muss ich mir nicht etwas auf die Schnelle besorgen und komme deshalb gar nicht in Versuchung.

Kurz Innehalten und Gefühle wahrnehmen

Wenn ich wieder das starke Verlangen nach Süssem habe, mir eine kurze Pause gönnen, indem ich ganz bewusst das Gefühl wahrnehme und zulasse, dass mich dazu treibt, etwas Süsses zu essen. Meine Erfahrung hatte mir ja gezeigt, dass dies meist schon ausreichte um dem Drang Süssigkeiten zu essen, dem emotionalen Hunger, nicht nachzugeben.

Bewegung einplanen

Meine Bewegung gezielt als Arbeitsunterbruch mit Pausencharakter einplanen, so kann ich gleich zwei Fliegen mit einem Schlag treffen: Ich tue meinem Körper etwas Gutes und gewähre meinem Kopf eine Pause. Und zugleich ist es gezielt Stressbewältigung. Danach kann ich wieder frisch weiterarbeiten, bin effizienter und erst noch zufriedener.

Nicht warten, sondern tun

Last but not least: Jetzt beginnen, mir kurz Zeit nehmen, planen und sofort umsetzen!

Fazit: Analysieren, Planen, Ändern

Alles Wissen nützt nichts, wenn wir für uns selbst immer wieder Ausreden finden, warum wir etwas nicht umsetzen. Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, merken wir es meisten schon selber, wenn wir vom Weg abkommen und Ausreden dafür haben. Dann nicht wegschauen, sondern sofort sich kurz Zeit nehmen: Zuerst kurz analysieren was falsch läuft, danach planen wie dies geändert werden kann und dann sogleich umzusetzen.

Vielleicht haben Sie sich oben ertappt? Sie wollen schon lange, aber Ihnen fallen noch zu viele Ausreden ein? Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zu Ihrem Wunschgewicht. Ich bin regelmässig in Memmingen oder in Oberriet (Bodenseegebiet) vor Ort. Kontaktieren Sie mich einfach unverbindlich per Mail srothenberger@weg7.com.

Oder Sie besuchen mich an der MIR in Memmingen, in der Neuen Welt, vom 4. bis 6. Mai 2018, Stand 105, Halle 1. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Von Herzen,

Ihre Susan Rothenberger

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Frustessen: Frei von emotionalem Essen in 5 Schritten
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