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Die Gurke ist neben der Tomate einer der beliebtesten Gemüsepflanzen im Hausgarten und auf dem Balkon und benötigen möglichst früh eine Rankhilfe. Die Gurke wurde im April ausgesät und im Mai gepflanzt. In der Zwischenzeit ist die Jungpflanze zu einer prächtigen Pflanze herangewachsen. Ihre Ranken haben schon eine beachtliche Länge erreicht und können nun mit Rankhilfen aufgebunden werden. Je nach Wetterlage und Standort können Sie schon bald die ersten reife Gurken geerntet werden. 

Die Gurke zählt zu den Rankpflanzen

Die Gurke ist eine einjährige Pflanze, die niederliegend und kletternd wächst und dabei ein bis vier Meter lang werden kann. Die ganze Pflanze sowie die Blätter sind borstig-steif behaart. In jeder Blattachsel entspringt eine unverzweigte Ranke, welche sich an allem, was ihr in den Weg stellt, festhält und es umschlingt. Rankpflanzen sind eine Untergruppe der Kletterpflanzen, zu welcher auch die Weinrebe, Edel-Wicken oder die Waldrebe gehört. Sie benötigen in der Regel eine Rankhilfe.

Eine Gurkenblüte wird mit einer Rankhilfe aufgebunden
Gurkenblüte mit junger Gurke und Rankhilfe. Foto by Andrea Rothenberger

Welche Rankhilfen sind geeignet

Grundsätzlich kommen Rankhilfen aus geflochtenem Pedingrohr, Bambusstäben, Schnüren oder Rosengitter infrage. Eine sehr effiziente Form des Aufbindens ist die Gurkenpflanze an einer Tomatenspirale hochzuziehen. Die Tomatenspirale ist ein Metallstab von zirka 1,80 Meter Höhe, welche sich spiralförmig in die Höhe schraubt. Meist ist am Ende des Stabes eine Vorrichtung um eine Schnur zu befestigen. Diese dient zur Befestigung der Gurkenpflanze. Die Tomatenspirale wird gut in der Erde verankert und gibt somit genügend Halt für die Pflanze mit ihren Gurkenfrüchten.

Warum werden Gurken an einer Rankhilfe aufgebunden?

Rankhilfen haben zahlreiche Vorteile

  • Keinen Schneckenfraß an Blättern, Trieben und Gurken
  • Die Gurken sind weniger empfindlich auf Fäulnis da kein Bodenkontakt
  • Weniger Pilzbefall der Blätter, da sie nach einem Regen an der Luft schneller abtrocknen
  • Die Gurkenfrüchte sind gut sichtbar und leicht erreichbar
  • Angenehmeres und rückenschonendes Ernten der Gurken

Gurken mit Rankhilfe aufbinden

Damit die Gurkenpflanze schön in die Höhe wächst, sollten Sie sie regelmäßig aufbinden. Es empfiehlt sich jeden zweiten bis dritten Tag den Pflanzentrieb rechtsdrehend vorsichtig, um die Tomatenspirale herumzuwickeln. Aber vorsichtig: Gurkentriebe sind sehr brüchig und können bei unvorsichtiger Handhabung leicht abbrechen. Nach getaner Arbeit wächst die Gurkenpflanze wieder vom Gurkengerüst gestützt in die Höhe.

Der Erfolg dieser Arbeit wird nicht lange auf sich warten lassen. Durch die frische Luft und das Licht, welches nun an die Gurkenpflanze gelangt, bilden sich viele kleine Gurkenblüten. Diese wachsen innerhalb kürzester Zeit zu reifen Gurken heran. Der Aufwand lohnt sich also auf jeden Fall, da Sie mit einer reichen Gurkenernte belohnt werden. Die grünen Ringe welche Sie auf dem Bild und im Video sehen, sind Schneckenringe. Diese verwende ich bei Gurken und Zucchetti zu Beginn der Pflanzung, da es die Jungpflanzen sehr effizient vor Schneckenfrass schützt. Zudem entsteht ein von Wind geschütztes Mikroklima, welches die jungen Gurkenpflänzchen sehr mögen und das schnelle Anwachsen der Jungpflanzen fördert.

Köstliche Erfrischung als Sommergetränk

Nach der Rankhilfe ein erfrischendes Sommergetränk mit Gurken zubereiten
Köstliches Sommergetränk mit Gurken und Ingwer. Foto by Andrea Rothenberger

Zutaten für das erfrischende Gurken-Ingwer-Getränk:

  • Glaskrug mit frischem kalten Wasser auffüllen
  • 6 – 8 frisch aufgeschnittene Gurkenscheiben in den Krug füllen
  • 1/2 Bio-Zitrone in dünne Ringe schneiden und dazugeben
  • Bio-Ingwer aufschneiden und je nach Geschmack mit mehr oder weniger Ingwer-Stückchen ergänzen

Das Ganze zirka eine halbe Stunde ziehen lassen und anschliessend immer wieder mit Wasser nachfüllen. Dasselbe funktioniert auch mit Zitronenmelisse oder Pfefferminze.

Nun wünsche ich Ihnen eine reiche Gurkenernte und noch viele schöne Sommertage und besuchen Sie mich auch gerne auf meinem Blog.

Ihre Andrea Rothenberger

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