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Seit meiner Kindheit bin ich mehr oder weniger stark übergewichtig. Fernab vom Idealgewicht habe ich, wie die meisten Übergewichtigen, schon unzählige Diäten ausprobiert und immer wieder neue Vorsätze gefasst. Voll motiviert begann ich jedes Mal von Neuem die gefühlt tausendste Diät. 

Nur um ein paar Wochen oder einige Monate später festzustellen, dass ich es wieder nicht geschafft hatte. Die Folgen waren, dass ich von Mal zu Mal ein wenig mehr meiner Selbstachtung eingebüßte und noch ein bisschen schwerer als zuvor war. Bis ich im 2014 die typengerechte Ernährung kennenlernte und endlich etwas fand, dass mir eine langfristige Abnahme ermöglichte. Doch lesen Sie selbst, wie es weiterging…

Der Neubeginn: Es muss sich was ändern

Im 2014 lernte ich über Ralf Wuzel die typengerechte Ernährung kennen. Ohne Diät, nur durch die Umstellung auf meinen persönlichen Ernährungstypen, hatte ich bis 2016 rund 25 Kilo abgenommen. Von meinem Idealgewicht war ich immer noch weit entfernt. Die Waage pendelte sich jedoch – zum ersten Mal in meinem Leben – dauerhaft rund 20 Kilo tiefer ein.

Susan Rothenberger auf dem Weg zum Idealgewicht
Susan Rothenberger: «Der Weg zum Idealgewicht ist mitunter steinig und löst immer wieder Selbstzweifel aus.» Photo by Andrea Rothenberger

Dies erfüllte mich auf der einen Seite mit Stolz und stand im Gegensatz zu all meinen früheren Versuchen mein Idealgewicht zu erreichen. Auf der anderen Seite fühlte ich mich unzufrieden. Wenn ich mir gegenüber ehrlich war, hatte ich mein selbst gestecktes Ziel bei weitem verfehlt.

Das Gefühl: Die Angst vor dem Versagen

Als ich 2014 meinen ersten Artikel über das Thema Abnehmen schrieb, war ich voll motiviert und frohen Mutes. Doch wie viele übergewichtige Menschen nach unzähligen vielen erfolglosen Versuchen abzunehmen, hatte ich unbewusst auch ein wenig Angst. Angst davor, es diesmal wieder nicht zu schaffen. Wieso sollte es diesmal klappen? Schließlich hatte ich schon so oft «versagt». Diese unterschwellige Angst vor dem Versagen war immer da, auch wenn ich sie vor mir selbst ungern zugeben wollte.

Auf dem Weg zum Idealgewicht zerplatzen oftmals Seifenblasen
Die Angst, dass die gesetzten Ziele wie Seifenblasen platzen, schwingt immer mit – auch wenn ich es mir nicht zugestehen wollte. Photo by Pixabay

Diese Angst vor dem Versagen – dem Verlust der Selbstachtung – spürte ich bei jedem Abnahme-Versuch als unterschwelliges, ungutes Gefühl. Ich vermied jedoch tunlichst, mich damit näher auseinanderzusetzen. So, als würde erst das Benennen dieses unguten Gefühls, sie wirklich werden lassen und meine Hoffnung – endlich dauerhaft abzunehmen – wie eine Seifenblase zerplatzen lassen. Dadurch verpasste ich die Chance, die diese Angst bot: Sie mir zu nutzen zu machen um mein Ziel zu erreichen.

Die Wirklichkeit: Nicht hinsehen ändert nichts an der Wahrheit

Wenn ein Kind seine Augen mit den Händen zuhält und im Glauben, man sehe es nicht, uns zuruft: «Ihr seht mich nicht!», glaubt es, es sei aus unserem Gesichtsfeld verschwunden. Würde es seine Hände von seinen Augen nehmen, sähe es, dass dies nicht stimmt. Ich hielt es wie das Kind: Wenn ich mir die Augen zuhielt und nicht hinsah, musste ich mich nicht mit meinen unguten Gefühlen rumschlagen. Doch änderte es nichts daran, dass sie da waren.

Kind macht Augen zu: Du siehst mich nicht
Nicht hinsehen, im Sinne von «Aus den Augen, aus dem Sinn», funktioniert auf dem Weg zum Idealgewicht leider nicht. Photo by Fotolia

Als ich mit dem Abnehmen begann, nahm ich mir vor, bis spätestens Anfang 2016 rund 50 Kilo abgenommen zu haben. Voll motiviert startete ich und der Erfolg stellte sich ein. Doch irgendwann – Sie ahnen es sicher schon – hatte der Alltagstrott mein Leben wieder fest im Griff und ich verlor mein Ziel aus den Augen.

Erst durch das Lesen des Buches «Fokus» von Hermann Scherer wurde mir bewusst, woher mein ungutes Gefühl kam und was ich nicht sehen wollte: Ich hatte mein Ziel Ende 2016 50 Kilo leichter zu sein, aus den Augen verloren, mein Versprechen mir gegenüber gebrochen und dadurch wieder ein Stück mehr meiner Selbstachtung verloren.

Der Fall: Selbstlüge vertreibt das schlechte Gewissen

Mein erstes großes Ziel, eine Gewichtsabnahme von 25 Kilogramm, hatte ich erreicht. Danach ruhte ich mich aus – allerdings etwas länger als geplant. Ich redete mir ein, ich hätte schon soviel erreicht. Es sei sinnvoll, nun das neue Gewicht längere Zeit zu halten, bevor ich weiter abnehmen würde.

Auf dem Weg zum Idealgewicht verweilt man oft zu lange in der Komfortzone
Auf dem Weg zum Idealgewicht verweilt man nach einem Ersterfolg, ohne wie geplant weiterzumachen und verrät so sich selbst. Photo by Pixabay

Vielleicht kommt Ihnen diese inneren Stimmen bekannt vor? Selbst wenn von Zeit zu Zeit mein schlechtes Gewissen seine Stimme erhob, so brachte ich sie schnell wieder zum Verstummen. Menschen anzulügen ist schlimm. Sich selbst zu belügen, finde ich noch schlimmer.

Die Folgen: Stück um Stück Verlust der Selbstachtung

Durch mein mich selbst Belügen, hatte ich mein selbst gesetztes Ziel verraten. Zu Beginn war ich mit dem festem Vorsatz und Ziel vor Augen angetreten, nun für ein und alle Male mindestens 80 Kilos abzunehmen. Ich hatte eine bewusste Entscheidung getroffen und mir ein Versprechen gegeben. Ein Versprechen, dass ich diesmal – komme was wolle – dranbleiben würde und nicht aufgeben würde. 

Indem ich mich nicht an das mir gegebene Versprechen gehalten habe, hatte ich mich selbst verraten und verlor dabei Stück um Stück meine Selbstachtung. Als mir dies im 2016 bewusst wurde, schrieb ich diesen Artikel und gab mir das Versprechen, weiter abzunehmen. So habe ich bis heute rund 55 Kilo abgenommen und bin meinem Ziel, mindestens 80 Kilo abzunehmen, um einiges näher gekommen.

Der Weg zum Idealgewicht: Mein persönliches Versprechen

Der allerwichtigste Punkt beim Abnehmen ist für mich noch heute, mich an mein Versprechen zu halten, dass ich mir selbst gegeben habe – komme was wolle! Dieses Versprechen ist zwar keine Gewähr dafür, dass alles immer perfekt läuft. Auch verhindert es nicht, dass ich Fehler mache, strauchle oder sogar hinfalle. 

Es hilft mir jedoch, Prioritäten zu setzen und mich daran zu erinnern, wofür ich angetreten bin. So bleibe ich mir selbst gegenüber treu und kann mich mit gutem Gefühl im Spiegel betrachten. Mein Ziel steht fest und das Versprechen habe ich mir gegenüber abgegeben – den Weg dahin gehe ich nun weiter. Getreu dem Motto: Hinfallen ist erlaubt, aufstehen Pflicht.

Verschiedene Wege führen nach Rom
Verschiedene Wege führen nach Rom. Doch ohne Abreisedatum und festgelegtem Ziel begibt man sich nicht auf den Weg. Photo by Pixabay

Wollen auch Sie endlich Ihr Ziel erreichen und erfolgreich abnehmen? Was halten Sie davon, wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen? Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zu Ihrem Idealgewicht.

Interessiert? Dann melden Sie sich doch einfach für mehr Informationen bei mir: srothenberger@weg7.com oder unter +49 171 430 5610 und +41 76 358 35 60

Ich wünsche uns viel Erfolg beim Einlösen unserer Versprechen und erreichen unserer Ziele,

von Herzen,

Ihre Susan Rothenberger

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