Die Rose – Königin der Blume gehört einfach in jeden Garten

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Seit Beginn des 19. Jahrhundert ist die Rose eine unserer beliebtesten Blumen im Garten. Nicht umsonst wird sie die «Königin der Blume» genannt. Es gibt wohl kaum einen Garten, in dem die Rosenpflanze nicht heimisch ist. Da sie so vielseitig ist, erobert sie noch heute im Sturm unsere Herzen. Inzwischen gibt es wohl tausende, wenn nicht abertausende von Rosensorten und Millionen von Rosen-Liebhabern. Liebhaberei ist es schon ein wenig. Ist die Rose mit ihren spitzen Dornen doch nicht jedermanns Sache.

Leider hat die elegante und makellose Schönheit auch ihren Preis. Die meisten modernen Rosen haben ihren Duft schon lange eingebüsst.

Rosengärten haben im Juni Hochsaison

Darum lohnt es sich auf jeden Fall im Monat Juni einen ausgiebigen Besuch in einem der vielen Rosengärten zu planen. Hier kann sich die Rose in ihrer gesamten Vielfalt und Schönheit präsentieren. Alte Sorten verströmen ihren betörenden Duft und erzählen von herrschaftlichen Gärten mit rauschenden Gewändern, von Rittern und entzückend lieblichen Schlossfräuleins.

Rose mit Wasserperlen
Rose mit Wasserperlen ©Andrea Rothenberger

Darum –  geben Sie der Rose in Ihrem Garten eine Chance sich elegant und graziös zu präsentieren. Sie braucht zwar etwas mehr Pflege, als viele der herkömmlichen Gartenblumen, aber sie wird sich mit einer reichen Blütenfülle und köstlichem Blütenduft dafür bei Ihnen revanchieren.

Edelrosen, auch Teehybriden genannt

Edelrosen verfügen über edel geformte Blüten. Sie wachsen langstielig und aufrecht bei einer Wuchshöhe bis zu 80 cm. Ihren Bekanntheitsgrad haben die Edelrose, wie der Name schon vermuten lässt, durch ihre majestätische Ausstrahlung gewonnen. Innerhalb dieser Rosengruppe gibt es viele Farben und Düfte.

Rote Edelrose
Die Edelrose wird im Blumenfachgeschäft vor allem als die uns bekannte Schnitt- und Edelrose angeboten. ©Andrea Rothenberger

Beet- oder Polyantharosen

Beetrosen benötigen aufgrund ihrer kleinen Wuchsform wenig Platz. Sie sind daher auch für kleinere Gärten geeignet.  Zudem bestechen sie durch ihre vielen farbenfrohen Sorten und erfreuen jeden Gärtner durch ihre lange Blütezeit. Sie sind aber auch bestens für grössere Parkanlagen geeignet.

Strauch- oder Buschrose

Diese Rosen können bis zu 3 m hohe und fast so breite Sträucher, Hecken oder Büsche entwickeln. Sie sind vor allem im frühen Sommer mit hunderten von Rosenblüten übersät sind. Vielfach sind es alte Strauchrosen oder Wildrosen, welche in keinem etwas grösseren Garten fehlen sollten. Sie stellen für Bienen und andere Insekten in der Nektarsuche eine willkommene Abwechslung in der oftmals eher grünen Einöde dar. Manche Sorten verströmen einen moschusartigen Duft und auch die Farbenvielfalt ist beeindruckend.

Strauchrose
Die Strauchrose ist nicht nur wegen ihrer Genügsamkeit so beliebt, sondern sie bereichert jeden Garten und ist für Rosenliebhaber im Garten unverzichtbar. ©Andrea Rothenberger

Kletterrose

Kletterrosen sind Rosen, welche mithilfe eines Rankgitter, Spalier oder Rosenbogen in die Höhe gezogen werden. Es gibt unterschiedliche Arten; manche eignen sich eher für Lauben und Hauswände, andere für Bögen oder zur Einzelstellung. Manche blühen nur einmal und andere Sorten mehrmals. Einige Arten erreichen eine Höhe von drei Meter, andere können bis zu sechs  Meter hoch.

Rampling Rose
Rambler-Rosen sind eine besondere Züchtung und erinnern ein bisschen an Wildrosen. Diese Kletterkünstler blühen nur einmal im Jahr, dafür aber sehr üppig. ©Andrea Rothenberger

Standort und Pflege der Rose

Damit Ihre Rosen gut gedeihen, ist es wichtig, dass die Rosenpflanzen am richtigen Standort stehen und eine optimale Pflege erhalten.

Die wichtigsten Grundregeln, welcher ein Gartenbesitzer über Rosen wissen sollte:

  • Rosen lieben viel Licht und Luft.
  • Der Boden sollte humusreich und locker sein.
  • Staunässe (stauende Nässe im Boden) mögen Rosen gar nicht.
  • Versorgen Sie Rosen reichlich mit Kompost oder mit gut verrottetem Stallmist.
  • Eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen und Mineralien hilft der Rose gesunde Blätter und viele Blüten zu entwickeln.
  • Beim Giessen unbedingt darauf achten, dass die Blätter trocken bleiben, da nasse Blätter gerne von Pilzkrankheiten befallen werden.

Richtige Pflanzung der Rosen

Die beste Pflanzzeit für Rosen ist im Herbst von Oktober bis November. Achten Sie darauf, dass der Boden weder zu nass, noch gefroren ist. In besonders rauen Gebieten sollte mit der Pflanzung der Rosen bis zum Frühjahr gewartet werden.

  • Vor der Pflanzung Rosen einige Stunden vorher gut wässern.
  • Sollten die Rose nur in einem Wurzelballen und ohne Erde erhältlich sein, unbedingt einige Stunden vorher in einen Eimer mit Wasser stellen.
  • Das Pflanzloch sollte gross genug sein, sodass die Wurzeln bequem darin Platz finden ohne gross geknickt zu werden.
  • Mit einem scharfen Messer oder Baumschere können schwache und oder zu lange Wurzeln auf die richtige Länge gekürzt werden.

Sollten sie die Rose im Container, das heisst in einem Rosentopf gekauft haben, erübrigt sich das Zurückschneiden der Wurzeln. Beachten Sie einfach, dass die Erde im Topf ebenerdig, sprich auf gleicher Höhe, mit der Erde im Beet ist. Die Erde gut festtreten und die Rosenpflanze ebenfalls reichlich mit Wasser angiessen.

  • Rosenbüsche und Kletterrosen werden so gepflanzt, dass sie bis zum Ansatz der Verzweigung in das Pflanzloch hineinpassen.
  • Bei veredelten Rosen muss die Veredlungsstelle (der etwas knorpelige Teil am Wurzelhals) unbedingt 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. So wird verhindert, dass bei starken Frösten, die Veredlungsstelle erfriert.

Bei der Pflanzung der Rose, halten Sie am besten mit einer Hand die Rose fest und füllen mit der anderen Hand alle Hohlräume um den Wurzelballen gut mit Erde auf.

Ist das Pflanzloch gut mit Erde gefüllt, kann der Boden vorsichtig festgetreten werden. So entsteht ein flacher Giessrand, der so lange mit Wasser gefüllt wird, bis die Wurzeln kräftig mit Wasser eingeschlämmt werden. Bis die Rose gut angewachsen ist, kann der Stamm auch oberirdisch mit etwas Erde angehäufelt werden. So ist die Pflanze besser vor Austrocknung von Sonne und Wind geschützt.

Bei der Pflanzung sollte auf genügend Abstand geachtet werden

  • Strauchrosen benötigen, je nach Sorte und Wuchskraft 1 – 1,5 m Abstand voneinander.
  • Kletterrosen werden 2 – 3 m voneinander entfernt gepflanzt.
  • Hochstammrosen sollten in einem Abstand von 1,5 – 2 m voneinander gepflanzt werden.

Hochstammrosen werden wie Buschrosen gepflanzt, benötigen aber zusätzlich ein Pfahl, der ihnen Halt gibt. Der Pfahl sollte einen Abstand von 10 cm zur Rosenpflanze haben und idealerweise bis zur Krone der Rose reichen. Befestigt wird der Stamm mit einem Sisal- oder Gummiband, welches im Fachhandel erhältlich ist.

Rosen richtig schneiden

Rosen richtig schneiden ist eine kleine Wissenschaft für sich.

Das gute an den Strauchrosen: Sie benötigen gar keinen Schnitt, ausser dass erfrorenes oder trockenes Holz im Frühjahr entfernt wird.

Auch bei der Kletterrose brauchen Sie nur abgestorbene oder überalterte Triebe direkt an der Basis abzuschneiden.

Die übrigen Stammrosen schneiden Sie wie Beet- oder Edelrosen. Das heisst, dass schwache Triebe mehr gekürzt werden als starke Triebe. Trockenes oder totes Holz wird entfernt und die restlichen Triebe werden auf 5 – 8 Augen gekürzt. Augen sind die Austriebe, beziehungsweise vorhandene Knospen am Rosenstiel, aus welchem ein Seitentrieb oder ein Rosenblatt wachsen kann.

Selbstverständlich ist es auch wichtig verblühte Rosen, oder Rosen, welche ich als Schnittblumen verwenden möchte, richtig vom Rosenbusch zu entfernen. Am besten schneiden Sie an der Basis von einer Verzweigung auf 1 – 2 Augen oder 2 – 3 cm zurück. So wird eine Bildung von neuen Blütenknospen und eine Verzweigung der Triebe angeregt.

So schneide ich Rosen richtig

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Artikel https://mypfadfinder.com/die-rose/ von unserer Urban-Garden-Spezialistin Andrea Rothenberger.

Posted by myPfadFinder on Mittwoch, 7. Juni 2017

Wichtig beim Rückschrittt der Rosen vor dem Winter. Rosen sollten nicht schon im Herbst zurückgeschnitten werden, da der Frost im Winter oft ein Erfrieren der Triebe bewirkt. Darum mit dem Rückschnitt der Rosen warten, bis der Monat Januar vorbei ist. Die beste Zeit für den Pflegeschnitt ist im Monat Februar und März. Hier gilt wiederum: in rauen Lagen lieber mit dem Rückschnitt bis Mitte April warten. So gehen Sie auf Nummer sicher, und Spätfröste können Ihren Rosen nichts anhaben.

Haben Sie gewusst?

Der Monat Juni ist die Hauptblütezeit der alten Rosensorten. Ebenfalls erblühen die meisten Strauch- und Kletterrosen im Monat Juni sehr üppig. Edelrosen beginnen Ende Juni bis Juli zu blühen. Darum lohnt sich ein Besuch in einem der vielen Rosengärten auf jeden Fall.

Ein Geheimtipp unter den Rosengärten in der Schweiz ist der Rosengarten von Schloss Heidegg. Ebenfalls ist das Europa-Rosarium in Sangerhausen mit einer der weltweit grösste Sammlungen sehenswert.

Impressionen Rosen
Impressionen aus einem blühenden Rosengarten ©Andrea Rothenberger

Sicher finden Sie aber auch in Ihrer Nähe einen Rosengarten, welcher Ihnen die Fülle und Vielfalt der Rosen aufzeigen kann. Lassen Sie sich inspirieren und Sie werden sehen, es braucht gar nicht soviel, um sich selber sein eigenes Rosenparadies zu erschaffen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Inspiration und Kreativität und gutes Gelingen.

Ihre Andrea Rothenberger

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