Gewürzkräuter sicher einwintern

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Wenn im Herbst gegen Ende Oktober anfangs November die Temperaturen gegen die Nullgrad-Grenze sinken, ist es an der Zeit die Gewürzkräuter wie Rosmarin, Salbei, Thymian und Co. fürs Überwintern vorzubereiten.

Viele Gewürz- und Teekräuter sind nur bedingt winterhart, deshalb ist es notwendig, diese während des Winters in einen hellen und frostfreien Raum zu stellen und sie für die Winterruhe herzurichten.

Gewürzkräuter draussen überwintern

Gewürzkräuter, welche den Frost gut vertragen, können Sie einfach an die Hauswand rücken. Wichtig ist, dass die Kräuter in Töpfen stehen, welche den Frost gut vertragen und für die Pflanzen genügend Platz bieten. Im Handel sind unterdessen auch Wintervlies und Jute in vielen verschiedenen Farben erhältlich, welche den Kräutern ein schmuckes «Winterkleid» geben und zusätzlich ein Durchfrieren des Topfes verhindern.

Wichtig: Bitte vergessen Sie nicht im Winter bei Temperaturen bei über 15 °C mässig zu giessen, da Pflanzen bei wärmerem Temperaturen auch im Winter Wasser zum Überleben benötigen.

Das Winterlager

Für alle Pflanzen, welche bedingt winterhart sind, sollten Sie ein geeignetes Winterquartier bereit stellen. Das Winterlager sollte möglichst hell und kühl sein. Ideal ist ein ungeheizter Raum, wie zum Beispiel die Waschküche, ein Bastelraum oder die Einstellgarage.

Gewürzkräuter am Fenster überwintern
Topfpflanzen wie Rosmarin, Salbei, Thymian, etc., sollten am Fenster überwintert werden. Bild@pictokon.net

Jedoch ist es auch möglich, die Pflanzen in einem kühleren Treppenhaus oder gar im Haus in einem nicht geheizten Zimmer zu überwintern. Die Idealtemperatur für nicht winterharte Gewürzstauden liegt bei 5 – 10 °C, je heller umso besser. Darauf achten, dass sehr zurückhaltend gegossen wird (bei mittlerer Topfgrösse ca. alle 3 – 4 Wochen).

Rückschnitt von Gewürzkräuter

Lange Triebe werden auf den Stock zurückgeschnitten (d.h. alle Triebe der Pflanze bis auf 5 – 15 cm kürzen, je nachdem wie gross sie ist), damit ihre Kraft im Frühling nicht in die Triebenden geht.

Gewürzkräuter vor dem Überwintern zurückschneiden
Gewürzkräuter werden vor dem Überwintern zurückgeschnitten. Bild@Andrea Rothenberger

Durch das Zurückschneiden wird das Gewürzkraut angeregt sich zu verzweigen. Dadurch wächst die Pflanzen im Frühjahr viel buschiger und wird deshalb viel kompakter und voller.

Winterharte Gewürzkräuter

Eine kleine Auswahl von Pflanzen, die ohne Probleme draussen überwintert werden können: Grossblättriger Salbei, Petersilie und Schnittlauch, Majoran, Thymian, Liebstöckel (Maggikraut), Pfefferminze, Zitronenmelisse.
Bedingt winterharte Gewürzkräuter

Eine kleine Auswahl von Pflanzen, die kühl und hell (5 – 10 °C) überwintert werden müssen: Zitronenverbene (Verveine), Myrte, Gewürzloorbeer. Rosmarin und Currykraut sind bedingt winterhart. Eine Pflanze die wärmer braucht ist das Thai-Basilikum, welches bei 15 – 20 °C überwintert werden muss. Ideale Bedingungen bietet hier ein Wintergarten.

Gewürzkräuter im Winter
Pflanzen, die nicht winterfest sind, können auch zusätzlich eingepackt werden. Bild@a very mary world

In milden Regionen kann der Rosmarin oder das Currykraut auch an einem geschützten Standort draussen an einer Hauswand überwintert werden. Ältere Pflanzen ertragen einen kurzen Frost bis zu – 5 °C. Hier jedoch darauf achten, dass der Wurzelbereich mit etwas Laub oder Stroh und die Äste mit Fichtenzweigen abgedeckt werden.
Einjährige Gewürzkräuter

Einige einjährige Gewürzkräuter wie Basilikum, Dill,  Bohnenkraut, einjähriger Majoran lohnt es sich nicht zu überwintern. Die etwas wärmebedürftigeren Pflanzen sind jedoch ab ca. Mitte Mai im Handel wieder erhältlich. Oder aber Sie versuchen sich nächstes Jahr selbst als Gärtner und säen die Kräuter auf Ihrer Fensterbank selber aus?

Weitere Infos finden Sie über www.andreas-homegardening.com

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