Bärlauch – der kleine Bruder des Knoblauchs

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Bärlauch (Allium ursinum) zählt wie der Knoblauch auch zu den Lauchgewächsen und gedeiht bevorzugt an schattigen, feuchten Standorten mit humusreichen Böden. Aus einer Zwiebel sprießt ein etwa 25 cm hoher Stengel, an dessen Spitze weiße, sternförmige Blüten an einer Scheindolde sitzen. Die beiden grundständigen Blätter sind lanzettförmig.

Beim Zerreiben der Blätter verströmt die Pflanze einen knoblauchartigen Geruch. Bitte testen Sie dies, wenn die Pflanze ihre Blüte noch nicht ausgebildet hat und Sie die Pflanze nicht sicher kennen, um sie nicht mit dem giftigen Maiglöckchen zu verwechseln. Eine Bitte: sammeln Sie wirklich nur die Pflanzen selbst, die Sie ganz sicher kennen! Sie können den Bärlauch sonst auch in verschiedenen Märkten käuflich erwerben.

Knoblauch wirkt ähnlich wie Bärlauch

Zum Selbsternten können Sie sich sofort auf den Weg machen, die Blätter können von April bis Mai geerntet werden.

Bärlauch wurde bereits im alten Rom als magen- und blutreinigendes Mittel eingesetzt, seit langem wird er als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze angebaut.

Schaut man sich die Inhaltsstoffe des Bärlauchs an, so zeigt sich hier eine qualitativ ähnliche Zusammensetzung wie beim Knoblauch. Quantitativ findet man jedoch Unterschiede: so liegt der Gehalt an schwefelhaltigen Verbindungen beispielsweise um ca. 1/3 niedriger als beim Knoblauch. Das heißt, man kann fast die gleichen Effekte erzielen wie mit dem Knoblauch, muss aber entsprechend höher dosieren. Allerdings bleibt einem auch der typische Knoblauchgeruch erspart.

Bärlauch-Blätter
Bärlauch wird als magen- und blutreinigendes Mittel eingesetzt. Bild©Fotolia

Genau wie Knoblauch wirkt auch der Bärlauch fibrinolytisch (er kann Gefäßablagerungen lösen), antioxidativ, lipidsenkend und antimikrobiell. Er besitzt eine keimhemmende Wirkung auf die Bakterienflora des Darmes und unterstützt die Beseitigung von pathogenen Keimen und Pilzen im Darm. Genutzt wird er außerdem zur Quecksilberentgiftung, seine schwefelhaltigen Verbindungen können Quecksilber aus den Depots mobilisieren, diese werden als Komplex gebunden, ins Blut aufgenommen und über Nieren und Darm ausgeschieden.

Beim Trockner der Blätter geht ein Großteil der Wirkstoffe verloren, so dass die Pflanze entweder frisch oder in Form eines Frischpflanzenpresssafts oder als Pesto genutzt werden sollte.

Rezept für ein Bärlauch-Pesto

Rezept für Bärlauch-Pesto

Zutaten:

500 g · Bärlauch

250 g · Olivenöl

100 g · Parmesan

75 g · Pinienkerne

1 Prise · Meersalz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Bärlauch waschen, trocknen und schneiden
  • Pinienkerne anrösten
  • Parmesan frisch reiben

Den geschnittenen Bärlauch mit den Pinienkernen und dem Parmesan mischen, mit dem Mixstab bei niedrigster Stufe zusammen mit dem Olivenöl vermengen und das fertige Pesto mit Pfeffer und Salz würzen.

Das ganze in saubere Gläser abfüllen, das ganze muss mit Öl bedeckt sein und dann gut verschließen. Fertig!

Wohl bekomms!

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Bärlauch – der kleine Bruder des Knoblauchs
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