Der Zugang zu reinem Wasser wird immer aufwendiger

7
25

Es ist bekannt, dass Wasser so sauber wie möglich sein sollte. «Je reiner es ist, umso größer ist die Aufnahmekapazität und nur so kann es seiner ursprünglichen Aufgabe als Lösungs- und Transportmittel nachkommen»,  so Professor Froböse von der Sporthochschule Köln. «Das Beste wäre reines Quellwasser, denn das kann diese Aufgabe am besten erfüllen.» Doch wer hat heute noch Zugang zu solchem Wasser?

Immer wieder kann man Verbrauchersendungen sehen oder Artikel lesen, die sich in feinster Form widersprechen. So preisen in der einen Sendung die Kommentatoren die Reinheit des Leitungswassers an, während andere Sendungen mit Wasserspezialisten darüber berichten, dass aufgrund der hohen Belastung durch Industrie, Haushalte, Medizin und Plastik, sowie deren Mischprodukte die Klärwerke Milliarden investieren müssten, um nur annähernd dieser Fülle von Verunreinigungen Herr zu werden. Früher wurden Brunnenvergifter auf das härteste bestraft. Heute wird die Belastung durch Industrie, Medizin, Haushalte und Landwirtschaft des Wassers akzeptiert. «Kann man halt nichts machen, ist halt so …» Und es werden weiter die chemischen Bomben verwendet, die den Haushalt schön sauber machen und unser Trinkwasser belasten.

Welche Möglichkeiten bleiben dem heutigen zivilisierten Menschen in Zentraleuropa?

Wasser, der Stoff, der alles Leben schafft. Ohne Wasser gibt es kein Leben auf der Erde. Unabhängig von allen öffentlich verbreiteten Wahrheiten oder Halbwahrheiten, betrachten wir die Fakten, die jeder mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen kann.

Wasser ist lebensnotwendig. Kein Leben wäre auf dieser Erde ohne Wasser möglich. Kein Wunder, dass Wissenschaftler, Esoteriker und Theoretiker sich mit neuen Thesen auf diesem Gebiet tummeln und Erklärungen finden, um Dinge zu «beweisen» die einleuchten, aber letztendlich sich oft nicht technisch nachvollziehen lassen. Auch Physiker bewegen sich in den Grenzen des Gelernten und lassen manchmal keine neuen Erkenntnisse zu, die nicht in ihr erlerntes Schema passen.

Es gibt Verwirbelungen, die dem Wasser die natürliche Struktur zurückgeben sollen, Bestrahlungen, die das Wasser verbessern sollen, Tachyonenbehandlungen, von denen die Anbieter wahrscheinlich noch nicht einmal wissen, was Tachyonen überhaupt sind, Edelsteinwasser, Vollmondabfüllungen, energetisiertes Wasser, besprochenes Wasser, Weihwasser, Cluster, über die man dem Wasser ein Gedächtnis zuschreibt und unzähliges mehr.

Es ist gleichgültig, wie alt die Mythen um das Wasser sind

Heute haben wir eine ganz andere Ausgangslage, als noch vor ein paar hundert Jahren. Damals gab es noch keine Industrie und  Chemie im heutigen Stil, die in den nachfolgenden Jahren die Flüsse belastete, damals waren fast nur organische Verunreinigungen im Wasser zu finden. Damals gab es Landwirtschaft, die nach heutigen Gesichtspunkten ausschließlich «Bio» war.

Organische Verunreinigung mit Silbermünze beseitigen
Mit einer Silbermünze beseitigte man organische Verunreinigungen ©Stefan Weller

Der Trick der damaligen Menschen: Sie benutzten einen Silberbecher oder, wer sich diesen nicht leisten konnte, eine Silbermünze, die in den Becher gelegt wurde und das Wasser aus dem Bach genießbar machte. Auch damals hat man Felder gedüngt. Es wurde der Mist ausgebracht, der aus Viehfäkalien und Stroh bestand und ganz langsam in den Boden sickerte, um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen.

Heute dient der Acker als Entsorgung für Gülle die, im Gegensatz zu damals, angereichert ist mit all den Hormonen, Antibiotika und Chemikalien, die heute in der Massentierhaltung eingesetzt werden. Durch die riesige Menge und die flüssige Form sickert die Gülle sehr schnell in tiefere Bodenschichten und das Wasser ist heute deutlich mehr belastet, als zu früheren Zeiten.

Wasser – das am besten kontrollierte Lebensmittel schlechthin?

Die Wasserwerke betonen zwar gebetsmühlenartig immer wieder, dass ihr Wasser das am besten kontrollierte Lebensmittel schlechthin sei. Das Wasser wird, je nach Gegend, auf 33 – 48 Stoffe untersucht. Hinzu kommt, dass die Grenzwerte einzelner Stoffe teilweise angehoben werden, wenn das Klärwerk nicht mehr damit zurecht kommt. Das trifft z.B. für Nitrat zu, bei dem mehrmals die Grenzwerte angehoben wurden.

Bei Uran ist es auch nicht anders, das in bestimmten Gegenden z. B. in Bayern oder Thüringen natürlich im Wasser enthalten sein kann. Hier sind 5 Milligramm bereits für Säuglinge schädlich. 20 Milligramm sind erlaubt und bis zu 30 Milligramm kommen im Trinkwasser vor. Nur wenige Gemeinden haben hier etwas unternommen.

Betriebsanalyse Wasserwerke
Eine Analyse des lokalen Wasserwerks kann man im Internet sehen oder bei den Versorgern anfordern. Hier ein Ausschnitt.

Es ist nicht zu leugnen, dass unser Trinkwasser belastet ist. Hinzu kommen die Verunreinigungen durch die Leitungen vom Wasserwerk zum Verbraucher. Die Wasserassel ist hier das geringste Problem. Sie verursacht dieses braune Wasser, das nach einem Urlaub, bzw. längerer Nichtentnahme von Wasser aus der Leitung braune Brühe fließen lässt. Oft wird das mit Rost erklärt. Dumm nur, dass auch bei Kunststoffleitungen dieser „Rost“ auftritt. Tatsächlich ist es ist der Kot der Wasserassel, der sich bei stehendem Wasser ansammelt. Sicher ekelig, aber kaum gefährlich.

Welche Schlüsse können draus gezogen werden?

Bevor energetisierende Maßnahmen getroffen werden, bevor verwirbelnde, also Luft- bzw. Sauerstoffanreicherung als Wasserverbesserungen eingeführt werden, bevor Edelsteinbehandlungen des Wassers erfolgen, sollte man erst einmal dafür sorgen, dass Wasser sauber ist, also keine Stoffe beinhaltet, um der eigentlichen Aufgabe des Wassers, nämlich als Transport- und Reinigungsmittel zu fungieren, gerecht zu werden. Hier sollte man berücksichtigen, dass Wasser rein sein sollte, also auch keine nicht schädlichen Beimengungen und gelösten Stoffe enthalten sein sollten. Je gesättigter das Wasser ist, je mehr Stoffe es bereits beinhaltet, desto weniger Stoffe kann es aufnehmen und transportieren. Ähnlich einer U-Bahn. Wenn sie bereits voll ist, können nur wenig neue Fahrgäste zusteigen.

Welche Wassersorten gibt es denn?

Leitungswasser und Flaschenwasser. Auf das reine Quellwasser oder den Brunnen kann heute nur ein sehr begrenzter Personenkreis zugreifen. Hinzu kommt, dass dieses vermeintlich saubere Quell- oder Brunnenwasser oft nicht so rein ist, wie man es vermuten könnte. Zu stark sind die Einflüsse der Umwelt- Industrie- und Landwirtschaftsverschmutzungen, so dass auch Tiefbrunnen ihre ursprüngliche Reinheit verlieren können.  Hier hilft nur eine Messung. Allerdings erhält man von dem regionalen Wasseranbietern ausschließlich die Werte nach der Trinkwasserverordnung die nicht alle Stoffe prüft, die enthalten sein könnten. Dies ist aber, im Gegensatz zu einer kompletten Analyse, eine preiswerte Alternative und dient einer ersten Abschätzung. 

Plastik-Einwegflaschen

Einwegflaschen aus Plastik für Wasser
Die Einwegflasche erkennt man daran, dass die Deckelsicherung an der Flasche bleibt. ©Stefan Waller

Diese Flasche wird nach der Herstellung einmal verwendet und dann entsorgt – oder in einigen europäischen Ländern –  mit anderem Müll einfach ins Meer gekippt. Das führt dazu, dass es inzwischen sechs Mal mehr Plastik in den Meeren gibt, als Plankton. Auf diesem Weg fressen Fische die Plastikteile, die im Meer immer feiner zerrieben werden, und sie landen mit dem Fisch wieder bei uns auf dem Teller, wo wir dann die Mikroplastikpartikel genüsslich verzehren.

Davon bekommen wir nichts mit, aber die Plastikpartikel sind in uns nachgewiesen. Über die Auswirkungen und die daraus resultierenden Folgen ist sich die Wissenschaft noch nicht einig. Lediglich darüber, dass der Organismus reagiert. Ob nun Krebs, die Unfruchtbarkeit des Mannes, Allergien oder andere Folgen entstehen, kann nicht sicher gesagt werden, da nicht in allen Punkten die Studien abgeschlossen sind, ist aber in dieser oder noch gravierender Form zu befürchten.  Hinzu kommt, dass die Flasche bereits im Stadium der Aufbewahrung des Wassers Stoffe wie Weichmacher an das Wasser abgeben kann.

Kunststoff und seine Tücken

Kunststoff ist nicht dicht und es können neben den Stoffen des Kunststoffes auch Stoffe von außen einwandern. Das kennt jeder, der einmal eine Kunststoffwasserflasche in seinem Auto vergessen hat und sie nach Wochen wiederentdeckt. Sie enthält, obwohl sie verschlossen ist, keine Kohlensäure mehr und der Geschmack entspricht dem Geruch des Fahrzeuginnenraums.

Geruch in Plastikflaschen
Manche Hersteller warnen davor, dass Wasser Gerüche durch die Plastikflasche hindurch annehmen kann.

Das Team von Professor Jörg Oehlmann und Martin Wagner von der  Goethe – Universität Frankfurt/M. identifizierte 24.520 unterschiedliche Chemikalien in 18 getesteten Mineralwässern.

Nun sind nicht alle gefundenen Chemikalien für den Menschen schädlich oder die Schädlichkeit ist noch nicht nachgewiesen, aber es sind viele hormonell wirkende Stoffe und Gifte enthalten, die besorgniserregend sind. Das kommt vor allem dadurch, dass hormonell wirkende Substanzen keine Obergrenze benötigen, um in den körpereigenen Hormonhaushalt einzugreifen.  Das Signalsystem des Körpers wird auch bei geringsten Mengen beeinflusst und kann nachhaltig gestört werden.

Mehrwegflaschen aus Kunststoff

Mehrwegflaschen aus Kunststoff
Die Kunststoffmehrwegflasche erkennt man daran, dass die Deckelsicherung am Verschluss bleibt. ©Stefan Weller

Hier trifft im Prinzip das Gleiche zu wie bei der Einwegflasche. Hinzu kommt die Reinigung der Flasche vor der erneuten Befüllung. Da die Flasche nicht so heiß gereinigt werden kann, wie eine Glasflasche, werden chemische Kaltentkeimer eingesetzt, die mögliche Bakterien in der Flasche abtöten sollen. Spuren davon können sich im Wasser befinden. Die Plastikflasche wird mit feinen Markierungen versehen, aus denen der Abfüller erkennt, wie oft sie bereits befüllt wurde.

Glasflaschen

Obwohl die Glasflasche die schwerste Flasche ist und beim Transport- und Rücktransport die höchsten Kosten verursacht, obwohl sie der Aufbewahrungsbehälter ist, der vom Verbraucher den höchsten Aufwand beim Tragen der Kästen verursacht, ist sie die beste Aufbewahrungsform, die zur Zeit angeboten wird.

Was ist in den Flaschen?

In Flaschen werden Mineral- Tafel- und Heilwässer angeboten. Bis auf Heilwasser können alle anderen Wasserarten verändert werden. Das bedeutet, dass Eisen, Mangan und Schwefel entzogen werden kann.  Heilwasser ist in der Regel nicht zum Dauergebrauch geeignet. Es unterliegt dem Arzneimittelgesetz und die ihm zugesprochene Heilwirkung muss angegeben werden. Eine generelle Beurteilung ist nicht möglich, da jede Quelle über eigene Eigenschaften verfügt.

Ein noch zu wenig beachtetes Problem ist, dass durch die Entnahme des Wassers aus tiefen Regionen, Wasser aus höheren Ebenen nachfließen kann und somit eine schleichende Verunreinigung des Wassers nicht auszuschließen ist.  Das trifft für alle Wasser zu, spielt aber bei Tafelwasser keine große Rolle, da es sich hier oft um Leitungswasser handelt, dass mit Kohlensäure versetzt wird. Bei Billigwasser kann man immer davon ausgehen, dass es sich um «prickelndes» Leitungswasser handelt. Hier kann man nur noch unterscheiden, wo es abgefüllt wurde. Auch beim Leitungswasser ist die Qualität je nach Region unterschiedlich. Viel Wald und Wiese in der Umgebung bedeutet noch nicht, dass das Wasser sehr rein ist.

Auf was kommt es an?

Wasser als Transportmittel, das die Stoffwechselvorgänge im Körper aufrecht erhält, das die Zellen entgiftet und ihnen Nährstoffe zukommen lässt, ist das Lebenselixier schlechthin. So gesehen ist es kein Lebensmittel, wie unsere Nahrung, sondern der Stoff, der existentiell das Leben überhaupt erst möglich macht.

Der Franzose Prof. Dr. Louis-Claude Vincent von der Hochschule School of Anthropology in Paris in der er zwischen 1955 und 1960 Professor für Lebensmittelhygiene war, stellte fest, dass der Leitwert des Wassers einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit der Menschen hatte. In Gegenden, wo der Leitwert des Wassers sehr klein war, also unter 130µS (Mikrosiemens), war die Bevölkerung deutlich gesünder als in Gegenden mit einem hohen Leitwert, von z.B. 500 – 1.000 µS.

Somit kam es nicht allein auf die Art der Verunreinigung des Wassers an, sondern ob das Wasser überhaupt verunreinigt ist. Natürlich sind Hormone, Chemikalien, Medikamente, Plastik, etc. im Wasser schädlich, aber auch „gesunde“ Beimengungen wie z.B. Mineralstoffe oder Salze, lassen das Wasser nicht so wirken, wie „reines“ Wasser. Ein sehr einfacher Wassertest mit einem Mikrosiemens – Messgerät zur Bestimmung des Leitwertes ist ein einfacher Indikator für Wasserreinheit und Wasserqualität.

Leitwertmessung bei Wasser
Leitwertmessung mit einem einfachen Messgerät. ©Stefan Weller

Natürlich kann man mit einem Leitwertmessgerät keine Schwebstoffe wie Mikroplastik, Kalk etc. erkennen. Grundsätzlich ist aber die Aufnahmefähigkeit des Wassers umso größer, je niedriger der Leitwert ist. Schwebstoffe kann man mit Mitteln sichtbar machen, die diese Stoffe an sich binden.

Die Wasserversorger waren im Laufe der Zeit nicht mehr in der Lage, die Reinheit des Wassers zu gewährleisten. So wurden unabhängig von der Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Leitwerte immer mehr erhöht.

Mikrosiemens
Die Grenzwerte für den Leitwert wurden immer wieder erhöht.

Die Qual der Wahl

Der Verbraucher muss nun entscheiden, welches der richtige Weg für ihn ist. Menschen, denen es egal ist, wie belastet das Wasser ist, können sich in jedem Fall das Schleppen von Kisten sparen. Ihnen sollte Leitungswasser genügen. Sofern sie am liebsten kohlensäurehaltiges Wasser trinken, können sie ein Heimsprudelgerät verwenden, das die Kohlensäure in das Wasser drückt.

Ist der Verbraucher aber gesundheitsbewusst, legt Wert auf ein reines Trinkwasser mit möglichst kleinem Leitwert, so gibt es Firmen, die auch dies anbieten.

Leitwert von Wasser
Manche Anbieter geben den Leitwert des Wassers an. ©Stefan Weller

Zwei bekannte Wassersorten in der Glasflasche sind z.B. Plose (26 µS) oder Lauretana (16µS). Auch Volvic hat einen Leitwert um 97 µS. Leider in einer Plastikflasche und das Wasser kann alle möglichen im Kunststoff enthaltenen Stoffe lösen, die man dann mit dem Wasser trinkt. Manche Hersteller bieten Glas- und Kunststoffflaschen an. Die Glasflasche ist immer die bessere Alternative.

Die konsequenteste Möglichkeit besteht darin, direkt im Haus, z.B. in der Spüle der Küche einen Filter einbauen zu lassen. Damit sind alle Verunreinigungen des Wassers, aber auch die Verunreinigungen des Rohrleitungssystems vom Wasserwerk zum Verbraucher, eliminiert.

Worauf muss man bei einem Filter achten?

Es werden unüberschaubar viele Filter angeboten und jeder Hersteller behauptet von sich, das beste System zu haben. Ein einfacher Tischfilter mit Granulat filtert Kalk, Chlor und bei einigen auch Bakterien aus dem Wasser. Kalk ist für den Menschen eher notwendig, als schädlich. Lediglich die Kaffeemaschine wird sich über kalkfreies Wasser freuen. Man muss auch darauf achten, dass der Filter rechtzeitig gewechselt wird, da sonst eine Verkeimung droht und das Wasser nach dem Filter schlechter ist, als das was in ihn gefüllt wird.

Wir möchten hier nicht auf alle Filterarten eingehen. Wichtig ist, dass der Leitwert nach dem Filter unter 130µS liegt.

Die Umkehrosmose ist die zurzeit beste Möglichkeit Wasser zu reinigen. Ein gutes Filtersystem ist mit unterschiedlichen Vorfiltern, die immer feiner filtern, Molekularmembranen (Umkehrosmose), Keimsperren, Nachfiltern und anschließender Verwirbelung ausgestattet. Auch sollte man darauf achten, dass das reine Wasser im Gerät ausschließlich mit Edelstahl oder Glas in Berührung kommt. Kunststoff ist hier tabu, da mit dem reinen Wasser z.B. Weichmacher gelöst würden. Ein solches System kann man sich selbst zusammenstellen oder es fix- und fertig kaufen. Bei Letzterem auch mit Garantie (z.B. 30 Jahre) und der Sicherheit, auch in Zukunft die Tauschfilter zu erhalten.

Bei der Umkehrosmose wird die Filtermembran ständig gespült und die Schadstoffe werden herausgewaschen. Daher haben diese Systeme auch immer eine Abwasserleitung.

Wasser-Filteranlage
Eine gute Anlage verfügt über eine Vielzahl von Filtern, die in ihrer Feinheit abgestuft sind. ©Stefan Weller

Wie viel Wasser sollten wir trinken?

Eine Person sollte rund 3 Liter Wasser pro Tag trinken. Genauer: Pro kg Körpergewicht 40 Milliliter. Das entspricht bei einem Gewicht von 100 kg 4 Liter, bei 50 kg 2 Liter pro Tag. Natürlich sind das Richtwerte, die schwanken können, wenn sich die Person viel bewegt, viel schwitzt und auch stoffwechselbedingt einen höheren Flüssigkeitsbedarf hat. Cola, Limo, Kaffee, Tee, Bier und Wein dürfen nicht mitgerechnet werden. Im Gegenteil: Alkohol entzieht dem Körper mehr Flüssigkeit, als mit dem Getränk zugeführt wird. Daher auch der Nachdurst nach einem feucht-fröhlichen Abend.

Mann trinkt ein Glas Wasser
Nicht alle älteren Menschen trinken genügend Wasser. ©Stefan Weller

Gerade ältere Menschen verlieren leicht das Durstgefühl. Das geht so weit, dass Ärzte Demenz diagnostizieren, obwohl lediglich ein Flüssigkeitsmangel vorliegt. Würden diese Menschen ausreichend trinken, wären sie auch geistig vital.

Was kostet uns das Wasser?

Doch nehmen wir das Beispiel von 3 Liter Wasser pro Tag. Das sind bei einem hochwertigen Wasser mit geringem Leitwert rund 0,80 bis 1,- € pro Liter. Hochgerechnet auf einen Monat sind das 70.- bis 90,- €. Einen Wasserfilter erhält man für einen Betrag von 55,- bis 70,- € pro Monat. Allerdings ist bei dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt, dass man das Flaschenwasser wohl kaum für Kaffee, Tee oder die Suppe, das Bügeleisen, für den Hund, die Katze, etc. verwendet. Bei einem Filter kann man das, man hat quasi eine «Flatrate Wasser».

Jeder muss letztendlich selbst entscheiden, welches Wasser verwendet wird. Allerdings sollte man vor der Investition in eine Filteranlage das Wasser testen können. Diese kostenlose Testmöglichkeit steht jedem zur Verfügung. Die nächste Möglichkeit in Ihrem Postleitzahlgebiet senden wir Ihnen gern zu, wenn Sie Ihren Ort nennen. Senden Sie eine E-Mail an wassermessung@gmail.com. Hier können Sie Ihr Wasser auch kostenlos testen lassen.

Aquarien

Aquarium mit Zierfischen
Das Wasser im Aquarium sollte frei von Zivilisationschemie sein, aber es muss genügend Nährstoffe beinhalten. ©Stefan Weller

Aquarianer sollten bei der Wasserwahl berücksichtigen, dass, je nach Fischart, Schwebstoffe aus dem Wasser aufgenommen werden. Das sollten natürlich keine Mikroplastikartikel sein, wie wir es von Seefischen kennen, sondern natürliche Schwebstoffe. Im Bodensee ist der Fischbestand deutlich zurückgegangen, weil das Wasser zu wenige natürliche Nährstoffe beinhaltet.

Im Aquarium haben Hormone, Medikamentenrückstände, Röntgenkontrastmittel etc. genau so wenig verloren, wie im Trinkwasser. Daher empfiehlt es sich für das Aquarium reines Wasser zu verwenden, dieses aber fischartbedingt mit Wasserpflanzen sowie natürlichen Nähr- und Mineralstoffen anzureichern und eine Zeit «wachsen» zu lassen. Auch der pH –Wert ist eine wichtige Größe, die berücksichtigt werden muss.

Schreiben Sie uns, wenn zu diesem Thema weitere Informationen  gewünscht werden. Als Kommentar oder unter wassermessung@gmail.com

Wasser: Urquell des Lebens

MerkenMerken

MerkenMerken

Der Zugang zu reinem Wasser wird immer aufwendiger
4.6 (92%) 10 votes

7 KOMMENTARE

    • Hallo Melanie,
      es freut mich, wenn der Artikel ein wenig dazu beiträgt, Wasser etwas kritischer zu sehen. Vielen Dank!

    • Ja, Manfred, es wäre schön, wenn der Artikel zum Nachdenken anregt und Wasser etwas kritischer betrachtet würde. Herzlichen Dank!

  1. Vielen Dank Herr Igney. Es wäre schön, wenn Sie den Artikel weiterempfehlen. Jeder sollte sich sein eigenes Bild machen. Vor allem aber: Wasser ist nicht mehr das, wofür es die meisten halten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte Name eingeben

dreizehn − elf =