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Nach Schätzungen der UN sind etwa 3,8 Millionen Menschen in der Ukraine auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Auf beiden Seiten der Kampflinie breitet sich Nahrungsmittelunsicherheit aus, Lebenshaltungkosten steigen immer weiter an und die Abhängigkeit der Menschen von externer Hilfe steigt.

Auch lange nach dem Sturz der alten Regierung ist die Ukraine noch nicht zur Ruhe gekommen. Nach wie vor kommt es im Osten des Landes täglich zu durchschnittlich 40 bewaffneten Zusammenstößen. Separatisten halten noch immer einen Teil des Landes besetzt. Die humanitäre Situation in ihrem Einflussbereich ist verheerend.

Den Menschen fehlt es an fast allem

Auch die Menschen, die geflohen sind, müssen oft nur mit dem Nötigsten auskommen. Die Zahl der Vertriebenen und Geflohenen ist immens: Jüngsten Schätzungen zufolge sind 2,9 Millionen Menschen ins Ausland geflohen oder halten sich als intern Vertriebene im eigenen Land auf. Insgesamt sind 3,4 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Eine Frau aus der Ukraine wurde mit neuem Bettzeug beschenkt.
Eine Frau wurde mit neuem Bettzeug beschenkt. Photo by Schweizer Osthilfe/Hermann Keller

Nach wie vor nimmt der humanitäre Bedarf in der Ukraine zu. Die Wasser- und Stromversorgung ist immer wieder unterbrochen, im kalten ukrainischen Winter kann vielerorts nicht geheizt werden. Viele Betroffene haben nicht genug zu essen und nur einen unzureichenden Zugang zu medizinischer Versorgung.

Wer sich mit der verheerenden Situation bestens auskennt, ist der Schweizer Hermann Keller, Präsident des Vereins «Schweizer Osthilfe». So konnte der Verein in den vergangenen 18 Jahren rund 1.000 Tonnen Hilfsgüter nach Osten transportieren.

Die Ärmsten und Bedürftigen wurden vor allem mit warmen Kleidern, Schuhen, Spielsachen, Betten, Matratzen sowie medizinische Hilfsgütern beschenkt, um so die Not der Menschen etwas zu lindern. «Tausende Weihnachtsgeschenke wurden in dieser Zeit an bedürftige Kinder verteilt. Das Leuchten in ihren Augen bleibt unvergesslich.» so Hermann Keller.

«Dank den Spenden ist es uns gelungen, für das Spital in Berezhany (West-Ukraine) den lang ersehnten Krankenwagen aus der Schweiz zu überführen. Der Krankenwagen – der diesem Namen auch gerecht wird, ist im Umkreis von 80 km das einzige funktionstüchtige Ambulanzfahrzeug, das in der Lage ist, Leben zu retten.

Lebensmittel für Bedürftige an Weihnachten

In der Region Berezhany gibt es viele Familien, die sich lediglich eine karge Suppe als «Weihnachtsessen» leisten können. «Es gibt viele obdachlose Menschen in der Kälte – randständig, hoffnungslos und vergessen. Diese Menschen brauchen keinen Magen- oder Kräuterbitter, um den Weihnachtsschmaus verdauen zu können. Denn sie haben weder das Eine noch das Andere. Deshalb brauchen sie unsere Hilfe» so Keller weiter.

Ein Transporter vom Verein Schweizer Osthilfe kurz vor der Abfahrt in die Ukraine. Photo by Schweizer Osthilfe/Hermann Keller

Ziel des Vereins Schweizer Osthilfe ist es, den Ärmsten ein Lebensmittelpaket an Weihnachten zu schenken. Kein Luxus, jedoch das Wichtigste für die Familie, um die Kälte bis -38 Grad Celsius zu überstehen. Dank den guten Kontakte vor Ort, ist preiswertes Einkaufen möglich.

Weihnachtstraum wahr werden lassen

Bereits mit 20 Euro zaubern Sie einer hilfsbedürftigen Familie ein freudiges Leuchten in die Augen.

Helfen Sie mit, damit ein kleiner Weihnachtstraum wahr wird.

Spendenkonto:

Verein Schweizer-Osthilfe*
Bankname: Sparkasse Schwyz
IBAN: CH23 0663 3740 2452 1783 9
Verwendungszweck: Weihnachten Berezhany 2018/19

Diese Aktion wird durch die Schweizer-Osthilfe direkt vor Ort durchgeführt.
*Beim «Verein Schweizer Schweizer Osthilfe» handelt es sich um einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein. HR-Eintrag: CHE-475.596.817

Ukraine: Zwischen den Fronten – Hoffnung schenken, Gutes tun
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