Burnout und Stress mit Gesundheits-Strategie bekämpfen

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Das Schreckgespenst Burnout geht schon lange um. Doch spätestens seit drei Jahren ist es für Unternehmen noch ein bisschen bedrohlicher geworden. Weil die Folgekosten für die Sozialsysteme immer weiter in die Höhe schießen, hat der Gesetzgeber Ende 2013 auch diejenigen in die Pflicht genommen, die nach landläufiger Meinung für einen Großteil der Burnout-Gründe verantwortlich sind: die Arbeitgeber.

Sie müssen nun im Rahmen des Arbeitsschutzes nicht mehr nur die körperlichen Belastungen ihrer Mitarbeiter im Auge behalten, sondern auch regelmäßig eine sogenannte psychische Gefährdungsbeurteilung vorlegen.

Wer also nicht schon allein aus wirtschaftlichem Kalkül – schließlich sind gerade die Leistungsträger in Unternehmen besonders gefährdet – Burnoutprävention betreibt, hat nun auch juristische Gründe. Das Problem: «Mit ein bisschen Betriebssport und einem Apfeltag pro Monat ist es nicht getan», warnt Ralf Wuzel von DieGesundheitsStrategen, der überzeugt ist, dass die Komplexität des Themas viel zu oft unterschätzt wird.

Der andere Arbeitsschutz – neues Instrument gegen Burnout

Der Gründer der Profil GmbH hat sich deshalb vorgenommen – zusammen mit Coaches, heilberuflich Therapeuten und Medizinern – Unternehmen mit einer neuen ganzheitlichen MitarbeiterGesundheitsStrategie zu unterstützen. Am 12. Dezember 2016 stellte Ralf Wuzel verschiedene System-Tools vor. Eines davon, das den Stress von Mitarbeitern messen und, falls nötig, erste Ansätze zur Abhilfe liefern kann. Mit einem Ergänzungstool soll es zudem auch systembedingte Belastungsfaktoren analysieren können – etwa das direkte Arbeitsumfeld oder eine ungünstige Arbeitsorganisation.

Schlechtes Zeitmanagement leistet Stress und Burnout Vorschub

«Wie das jährliche Check-up beim Hausarzt liefern die verschiedenen Tools ein klares Bild über die aktuelle Gefährdung eines Mitarbeiters oder Teams», verspricht Wuzel. Anders als andere Verfahren am Markt soll das Instrument zusätzlich auch deutlich aufzeigen, wo wirkungsvolle Hilfsangebote wie Coachings, Trainings oder Teamentwicklungen ansetzen können. Zudem haben Resilienz und Bewältigungsstrategien des Individuums einen hohen Stellenwert bei der onlinebasierten Abfrage, erklärt Ralf Wuzel: «Das hat uns bei den Stresstools, mit denen wir vorher gearbeitet haben, gefehlt.»

Stresspotential frühzeitig erkennen

Stress aus 4 Dimensionen1. Die persönlichen Stressquellen und Belastungen: Abgefragt werden vier mögliche Stressquellen: Kontakte, Orientierung, Kontrolle und Selbstwertgefühl (siehe Kasten rechts).

2. Die kurz- und langfristigen Stressauswirkungen: Stress ist nicht per se negativ. Deshalb wird zwischen kurz- und langfristigen Stressreaktionen unterschieden, die weiter aufgeschlüsselt werden, beispielsweise nach

  • kognitiv-emotionalen Stressreaktionen, also etwa übermäßige Grübeleien oder Selbstzweifel,
  • physiologischen Stressreaktionen, etwa in Form von Verspannungen oder Schlafstörungen,
  • Verhaltensänderungen, die sich zum Beispiel durch eine gestiegene Fehlerquote oder in einem zunehmend problematischen Sozialverhalten äußern.

3. Kognitive und emotionale innere Antreiber: Hier klärt die Testperson, wie sie selbst den Stress noch verstärkt. Zum einen auf kognitiver Ebene, etwa weil Probleme ständig zu Katastrophen stilisiert werden. Oder auf emotionaler Ebene durch stressfördernde Fühl- und Verhaltensmuster – etwa die Imperative:

  • Sei stark!
  • Sei gefällig!
  • Sei perfekt!
  • Beeil dich!

4. Sinn und Sinndifferenz: Wer Sinn in seinem Tun sieht, ist tendenziell weniger gestresst. Im Online-Fragebogen werden deshalb u. a. auch abgefragt, wie der Arbeitsinhalt, das soziale Miteinander und monetäre Anreize wahrgenommen werden und ob es eine Sinndissonanz gibt. Diese entsteht, wenn sich der Soll-Zustand regelmäßig nicht mit den real gegebenen Möglichkeiten in Einklang bringen lässt.

5. Motivation und Engagement: Die Fragen in diesem Bereich zielen darauf, wie sehr sich jemand insbesondere durch seine Führungskraft, die Kollegen und durch die gebotenen Perspektiven im Unternehmen anspornen lässt. Ebenfalls Thema: Wie stark ist die Identifikation mit dem Arbeitgeber?

Burnout- und Stressprävention im Team

6. Resilienz und Bewältigungsfaktoren: Resilienz steht hier für die allgemeine Lebenszufriedenheit, die Menschen hilft, Anforderungen gar nicht zu Stress werden zu lassen. Geprüft wird zudem, über welche konkreten Strategien der Nutzer verfügt, um Stress zu bewältigen.

Im Anschluss an diese Detailanalyse folgt in dem gut 25-seitigen Report der sogenannte Stressindex. Er fasst die gesammelten Aussagen in einem Überblicksschema zusammen.

Ein Ampelsystem mit grünen, gelben oder auch roten Balken beantwortet auf den ersten Blick die bange Frage: Inwieweit bin ich Burnout gefährdet? «Dabei liegt das Tool mit 91-prozentiger Wahrscheinlichkeit richtig», verweist Ralf Wuzel auf den Validitätsnachweis durch die wissenschaftlichen Prüfer.

Weitere Informationen über die betriebliche Stressprävention erhalten Sie über www.DieGesundheitsStrategen.de

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