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…und vielleicht rettest du damit sogar den Familienfrieden.

Weihnachten gilt offiziell als „die schönste Zeit des Jahres“. Inoffiziell ist es aber eher „die Zeit, in der wir gleichzeitig kochen, dekorieren, schenken, backen, planen, lächeln, funktionieren und zwischendurch versuchen, nicht komplett auszurasten“.
Ein Hoch auf die Festtage und auf die Menschen, die sie trotzdem jedes Jahr überleben!

Wenn Stress mehr Plätzchen isst als wir

Stell dir vor, du schlenderst entspannt durch die Stadt. So in der Theorie. In Wahrheit schiebst du dich durch Menschenmengen, die sich benehmen, als gäbe es die letzten Schoko-Weihnachtsmänner auf dem Planeten. Währenddessen versucht dein Gehirn, fünf To-do-Listen gleichzeitig abzuarbeiten. Ergebnis: Dein Stresslevel steigt und plötzlich ist der Plätzchenteller nicht mehr ein Teller, sondern eine professionelle Bewältigungsstrategie.
Dein Körper denkt: „Aha, Stress! Wir sollten essen. Sofort. Viel. Am besten mit viel Zucker und Fett.“ Danke, Cortisol.

Warum wir ausgerechnet im Advent essen, als wären wir vor dem Winterschlaf

Die Evolution hat uns gelehrt: Gefahr = Stress = Energie speichern. Die moderne Zeit hat daraus gemacht: Stress = Schwiegermutter kommt = Vanillekipferl, jetzt!

Immer sehr verlockend: Weihnachtsgebäck

Es ist also nicht deine Schuld, wenn du plötzlich eine tiefe emotionale Beziehung zu Vanillekipferl, Lebkuchen, Dominosteinen, Spekulatius und Marzipan aufbaust.

So entschleunigst du Weihnachten – ohne ein Zen-Mönch zu werden

1.    Eine 5-Minuten-Pause, die deine Seele umarmt
Geh ans Fenster, auf den Balkon oder in den Garten, atme tief durch, tu so, als würdest du meditieren. Wenn jemand fragt, was du machst, sag einfach: „Ich sammle Weihnachtsgefühle.“ Klingt wichtig. Hilft aber wirklich.

2.    Ohne Perfektion zu feiern ist das neue Gold
Die Plätzchen sind etwas aus der Form geraten? Die Deko hängt schief? Der Braten sieht aus, als hätte er einen schlechten Tag?
Perfekt! Das nennt man inzwischen „rustikalen Charme“ oder „Skandinavien-Flair“. Liegt voll im Trend.

3.    Delegieren – aber bitte elegant
„Könntest du mir helfen?“ Dieser Spruch ist bei der jüngeren Generation Vergangenheit. Sag stattdessen: „Ich vertraue dir diese hochkomplexe Aufgabe an.“ Schwupp, Aufgabe verteilt. Weihnachten ist gerettet.

Essen mit viel Freude statt Frust – Ein kleines Weihnachtswunder

Genuss gehört zu Weihnachten wie das Lied „Last Christmas“, welches du überall hörst, seit der Sommer vorbei ist. Doch Genuss muss nicht gleich Eskalation bedeuten.

Genuss kann auch gesund sein

80:20 Regel – oder wie du elegant sündigst
80 %: brav gemacht, 20 %: heute kann ich es mir erlauben, weil Weihnachten ist. Perfekte Balance für Bauch und Seele.

Smarte Alternativen, die keiner merkt (pssst!)
Plätzchen mit weniger Butter, doch mit einem Ei mehr. Sag aber niemandem etwas, sonst glaubt keiner, dass sie schmecken.
Etwas Gemüse mit Quark-Kräuter-Dip zwischen Gans, Rotkohl und Knödel. Einfach als „Frischekick“ verkaufen.
Tee statt Glühwein. Dein Kopf und deine Figur werden dir am nächsten Morgen applaudieren.

Achtsames Essen – Weihnachten im Slow-Motion-Modus

Nutze einen Kaffeelöffel mit langem Stiel für die Suppe. Eine Kuchengabel für die Hauptspeise. So nimmst du kleine Portionen in deinen Mund. Kau langsam und oft. Genieße bewusst. Und wenn dich jemand fragt, warum du das machst, sag einfach: „Ich mache eine sensorische Aromenanalyse.“ – Klingt fachlich. Niemand wird weiterfragen.

Bewegung, aber bitte ohne sportliche Ambitionen

Mit Abstand in frischer Luft bummeln

Weihnachten ist nicht die Zeit für Fitness-Wunder.

Kleine, entspannte Dinge reichen:
Spaziergänge, bei denen du so tust, als würdest du Lichter bewundern (eigentlich tankst du nur frische Luft).
Tanzen in der Küche zum Weihnachtsradio (sehr empfehlenswert). Gut für die Figur und hebt die Stimmung.
Schneeballschlachten – Kalorienverbrauch inklusive.

Weihnachtsrituale, die dein Herz wärmen

Dankbarkeit – aber in Miniversion.

Sag jeden Tag Danke für drei Dinge, die schön waren. Und wenn die Zeit doch mal knapp wird und nichts Besonderes so schön war, sag trotzdem Danke für:
Kaffee
Kekse
Ich wurde umarmt

Weniger Müssen müssen

Du musst nicht auf fünf Weihnachtsmärkte. Du musst auch nicht deine Wohnung auf den Kopf stellen. Du darfst einfach ganz perfekt unperfekt SEIN. Du darfst, wenn du magst, gerne einfach mal so in Jogginghose auf der Couch Weihnachtsfilme gucken.
Ist wissenschaftlich bewiesen – bestimmt.

Kreativität ohne Druck

Basteln, backen, schreiben, aber nach Lust und Laune, nicht nach Social-Media-Level-Expert.

Fazit: Dein entspanntes Weihnachten ist das schönste Geschenk

Ein bisschen mehr lachen und weniger Stress. Schon wird die Weihnachtszeit leichter! Und ganz nebenbei bleibt auch die Figur in Form, weil du weniger aus Stress naschst und mehr aus Freude genießt. Also, mach es dir gemütlich. Nimm es mit Humor und lass die Perfektion da, wo sie hingehört. Irgendwo zwischen „Ach, ist egal“ und „Passt schon“.

Du hast bis hierher gelesen? Dann lass mich dir eines sagen: Danke.

Danke, dass du Muße gefunden hast, dich meinen Gedanken zu widmen, in einer Zeit, in der alles schneller, lauter und voller wird und die stille Sehnsucht nach Ruhe oft unter Geschenkpapier, Erwartungen und „hast du schon?“ verschwindet.

Wenn du beim Lesen gedacht hast: „Oh, da fühlt sich jemand wirklich in mich hinein“ oder „Endlich Worte, die nicht drücken oder schieben, sondern tragen“, dann melde dich bei mir.

Ich bin Heike Ochel Herwig. Ich helfe Menschen dabei, wieder bei sich anzukommen, wenn das Leben an ihnen zerrt. Und gerade zu Weihnachten, wenn die Herzen weicher und die Erinnerungen lauter werden, wissen wir beide: Manchmal braucht man jemanden, der einfach nur mitgeht und mitfühlt, jedoch nicht verurteilt.

Vielleicht spürst du, dass es Zeit ist, dir selbst etwas Gutes zu tun oder einem Menschen, der dir wichtig ist.

Falls du noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk suchst: Mein Buch „Pferdeweisheiten fürs Herz“ ist eine liebevolle Einladung, wieder durchzuatmen, innezuhalten, sich zu erinnern und sich selbst wieder zu fühlen. Oder melde Dich: [email protected]

© Bilder: Pixabay

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