Verunsicherung durch Ernährungsstudie

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«Wenn die WHO in ihrer Ernährungsstudie behauptet, Fleisch und Wurst seien krebserregend, gibt es dafür keine konkreten Beweise», stellt Team Stronach Konsumentensprecher Leo Steinbichler fest. «Derartige Behauptungen gefährden nur unsere kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft und verunsichern die Konsumenten», kritisiert er in diesem Zusammenhang eine aktuelle Studie des WWF zur Ernährungsweise der Österreicher.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat den Verzehr von verarbeitetem Fleisch als krebserregend eingestuft. Es gebe genug Belege in Bezug auf Darmkrebs, berichten Experten im Fachblatt «Lancet Oncology» der zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörenden Behörde.

Steinbichler verlangt die Bekanntgabe der Auftraggeber und die genaue Vorgangsweise, denn «diese Studie verschleiert den steigenden Konsum von Pflanzenfetten wie Palmöl».

Es werden mehr als die angeführten 2 Prozent an pflanzlichen Ölen und Fetten konsumiert

Die Ernährungsstudie des WWF steht in Bezug zur Klima- und Umweltbelastung. Täuschend ist laut Steinbichler die Darstellung der konsumierten Nahrungsmittel in Österreich, «tatsächlich verbrauchen die Konsumenten mehr als die angeführten 2 Prozent an pflanzlichen Ölen und Fetten. In nahezu allen Lebensmitteln befindet sich pflanzliches Fett aus Palmöl, von der Schokolade bis hin zur Butter», macht Steinbichler aufmerksam. «Nicht unsere traditionelle Ernährungsweise ist klima- und naturzerstörend, sondern die Verwendung gesundheitsgefährdender chemischer Substanzen durch die Beimischung von Palmöl, Haltbarkeits-Emulgatoren, Kunstdünger und Glyphosat in kostbaren Lebensmitteln – bedingt durch immer längeren Haltbarkeitsdaten und Transportwege», mahnt der Team Stronach Mandatar.

Die Schweiz sieht es mit der Ernährungsstudie ähnlich

Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) beurteilt die Ernährungsstudie der WHO als «alten Wein in neuen Schläuchen» und rechnet nicht mit dem Rückgang des Fleischkonsums in der Schweiz. Die Studie verunsichere bloss die Konsumenten.

So ist für SFF-Direktor Ruedi Hadorn Fleisch klar Teil einer ausgewogenen Ernährung. «Eine ähnliche Diskussion wurde schon vor rund einem Jahr von der eidgenössischen Ernährungskommission erfolglos lanciert», sagte Hadorn am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Auch gebe es diverse andere Studien, die den aufgezeigten Zusammenhang nicht nachweisen konnten.

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