Social Travel: Ein Trend geht auf Reisen

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Social-Travel Portale, die sich auf die Vermittlung von Privatunterkünften spezialisiert haben, erleben gerade einen regelrechten Boom. 

Wer lieber wie die „Einheimischen“ übernachtet und nach einer charmanten Bleibe in Paris, London oder Berlin zu fairen Preisen sucht, sollte sein Glück bei Zimmervermittlungen für privates Wohnen versuchen. Spitzenreiter mit bereits zwei Millionen eingegangenen Buchungen ist das amerikanische Portal AirBnB.

Statt in anonymen Zimmern grosser Hotelketten zu wohnen, suchen viele Reisende eine individuellere Unterkunft in ihrem Urlaub.

Wohnen bei Einheimischen

Airbnb bietet genau solche an: Loft-Apartments in Manhattan, Baumhäuser auf Hawaii oder ein Hausboot in Amsterdam. Mittlerweile führt Airbnb nach eigenen Angaben mehr als 500 000 Unterkünfte im Angebot und ist in 192 Ländern aktiv. Die Kundschaft reiche von 20-jährigen Studenten bis zu über 70-jährigen Rentnern, heisst es. Auch in Europa werde das Airbnb-Angebot rege genutzt. Der durchschnittliche Gastgeber ist 39 Jahre alt, und fast zwei Drittel der Gastgeber sind Frauen.

Die meisten Anfragen bekommen sie über airbnb.com. Dabei erhält die amerikanische Plattform seit einiger Zeit Konkurrenz von Nachahmern wie Wimdu und 9Flats, die ihr Vermittlungsportal jeweils im Jahr 2011 lanciert haben. Besonders auf dem europäischen Markt versuchen sie, auf die zunehmende Beliebtheit von Social-Travel-Unterkünften zu reagieren, und haben ihrerseits bereits 235 000 beziehungsweise 100 000 Unterkünfte im Angebot.

social-travel-london

Vor der Buchung kann man sich anhand von Fotos, Karten, Street-View-Ansichten und Bewertungen bisheriger Gäste ein genaues Bild vom Objekt der Begierde machen. Bei weiteren Fragen wird mit dem „Besitzer“ direkt kommuniziert. Überhaupt spielt die soziale Komponente bei AirBnB wie auch bei den anderen Übernachtungs-Portalen eine wichtige Rolle: Durch umfangreiche Nutzerprofile sollen sich Gast und Gastgeber zuvor gegenseitig kennenlernen. Reisende sollen von einem Insider Tipps für den Aufenthalt bekommen, der Vermieter kann sich von seinen Gästen einen Eindruck verschaffen und bei einem unguten Gefühl die Buchung eines Interessenten auch ablehnen.

Auf allen Social Travel Plattformen läuft die Buchung etwa gleich ab: Der Kunde wählt auf der jeweiligen Website die Stadt und sein Reisebudget sowie die gewünschte Aufenthaltsdauer aus. Sagt ihm eine Unterkunft zu, registriert er sich auf der Plattform, bucht – oder sendet dem Vermieter zunächst eine unverbindliche Anfrage. Binnen 24 Stunden muss dieser reagieren und die Buchung annehmen oder ablehnen. Die Übernachtungskosten zahlt der Tourist meist an die jeweilige Plattform, erst 24 Stunden nach Ankunft erhält der Vermieter das Geld – so hat man als Mieter noch die Möglichkeit, etwaige Probleme zu reklamieren.

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