«Schellen-Ursli» wird Leinwandheld

0

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Der Schweizer Kinderbuchklassiker von Selina Chönz und Alois Carigiet kommt unter der Regie von Oscar-Preisträger Xavier Koller am 24. März in die deutschen Kinos. Ursli, ein Junge aus dem Unterengadin, wächst in einfachen Verhältnissen auf und hat seinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden. Als er beim traditionellen Brauch des „Chalandamarz“ auch noch die kleinste Glocke aller Kinder erhält, stürzt er sich in ein großes Abenteuer, um zum Schluss mit der größten Glocke zu triumphieren.

Jedes Kind in der Schweiz kennt die Geschichte des kleinen Helden Schellen-Ursli, der mutig allen Gefahren begegnet. Die Sommer verbringt Ursli mit seiner Familie abgelegen auf einer Unterengadiner Alp bei Guarda. Das Unglück beginnt bei der Alpabfahrt, bei der ein Teil der Ernte verloren geht und sich seine Familie beim wohlhabenden Ladenbesitzer verschulden muss. Die Schmach ist groß. Als Schellen-Ursli beim großen Winterumzug des «Chalandamarz» dann auch noch das kleinste Glöckchen zugeteilt bekommt, beschließt er, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Er macht sich auf den gefährlichen Weg hoch auf die Alp, um die große Kuhglocke zu holen. Mitten im Winter, bei eisiger Kälte, Schnee, Wind und Nebel begibt sich der mutige Junge in Lebensgefahr. Am nächsten Morgen kehrt er erfolgreich mit der großen Glocke ins Tal zurück und darf den traditionsreichen Umzug des «Chalandamarz» anführen.

Schellen-Ursli Brauchtum
Am 1. März (chalanda = erster, marz = März) begrüsst die bunt kostümierte Schuljugend mit Schellengeläut und Peitschenknallen die bessere Jahreszeit. Bild©graubuenden.ch

Brauchtum «Chalandamarz»

Am Morgen des 1. März feiert die ganze Region Graubünden den traditionellen Brauch des «Chalandamarz». Ursprünglich markierte er die Jahreswende. Heute ist es ein Fest mit Gesang, Peitschenknall und Glockengeläut, welches den Winter vertreiben soll. Für den Umzug treibt die Dorfjugend schöne, möglichst große Kuhglocken auf und zieht mit blauem Kittel und rotem Halstuch bekleidet durch die Gassen des Dorfes.

Schellen-Ursli Abenteuer
Das Kinderbuch «Schellen-Ursli» von Selina Chönz hat dem Buben aus Guarda, dem Engadiner Dorf zwischen Lavin und Ardez, zu nationaler Berühmtheit verholfen. Bild©graubuenden.ch

Schellen-Ursli-Weg

Die Abenteuer von Schellen-Ursli auf seiner mutigen Wanderung können heute von Familien nacherlebt werden. Auf einem gut sechs Kilometer langen Rundweg im Originalschauplatz Guarda entdecken die kleinen und großen Wanderer zwanzig Rätsel und Aufgaben zum Kinderbuch: Schuhe müssen benagelt, Tierspuren richtig gelesen und natürlich auch Glocken geläutet werden. Die Wanderzeit dauert rund drei Stunden. Der Weg ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober begehbar.

Weitere Informationen zum Schellen-Ursli Weg finden Sie über www.engadin.com

«Schellen-Ursli» wird Leinwandheld
5 (100%) 1 vote

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte Name eingeben