Brauchen das beste, nicht das billigste Angebot

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Lebensmitteleinkauf: Täglich werden in Österreich mehr als 2 Millionen Mahlzeiten in Verwaltungsgebäuden, Schulen, Internaten, Kasernen, Krankenhäusern, Pflege- oder Altersheimen verzehrt. Ab jetzt können dafür regionale Lebensmittel eingekauft werden, da das österreichische Parlament mit der Novelle zum Bundesbeschaffungsgesetz das Prinzip «Best – statt Billigstbieter» beschlossen hat.

Betroffen von dieser Neuregelung sind Eier, Milch, Butter, Fleisch, Obst und Gemüse. «Nun gilt es, rasch alle Beschaffungspläne des Bundes und der Bundesländer dieser neuen Situation anzupassen. Auf diese Weise können Regionalität, Frische und Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf aktiv gelebt werden», erklärte gestern Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

Erster Schritt – Liste erweitern

«Der Bundesgesetzgeber hat mit dieser Novelle klargestellt, dass die hohen heimischen Standards, wie Gentechnikfreiheit oder bessere Tierwohl-Regeln, die von ihm selbst für alle bäuerlichen Produzenten beschlossen worden sind, auch für die Einkäufe der öffentlichen Hand gelten sollen. In weiterer Folge ist das Bestbieterprinzip für Lebensmittel zu erweitern, beispielsweise um Getreideprodukte oder Käse. Die Novelle ist ein erster Schritt zu mehr Klarheit, denn Herkunft muss erkennbar sein», stellte Schultes weiter fest.

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Bauernbund-Präsident Jakob Auer (r.), LK-Präsident Hermann Schultes und Andreas Kabela von der SV Group eräuterten heute, wie wichtig es ist, beim öffentlichen Einkauf von Lebensmitteln ökologische Kriterien wie kurze Transportwege, nachhaltige Produktion etc. zu berücksichtigen. Bild@Altmann

Bestbieter- anstatt des Billigbieterprinzips

Der Auslöser für die Änderungen im Bundesbeschaffungsgesetz war ursprünglich die Bauwirtschaft, die das Bestbieter- anstatt des Billigbieterprinzips für die Baubranche verankert wissen wollte. Daher urgierten auch die Vertreter der Landwirtschaft eine entsprechende Berücksichtigung der Lebensmittel im Gesetz, denn wenn öffentliche Einrichtungen Lebensmittel in großem Umfang einkaufen, ist eine Ausschreibung notwendig.

Beim Lebensmitteleinkauf geht Regionalität vor

«Nun kann es bei der Ausschreibung um das beste und nicht ausschließlich um das billigste Angebot gehen. Regionalität, nachvollziehbare Herkunft, breite Vielfalt und höchste Qualität sind die Markenzeichen unserer Lebensmittel. Mit den neuen Beschaffungsregeln verhindern wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Konsumenten, weil qualitativ hochwertigen Lebensmitteln der Vorrang vor Billigimporten gegeben werden kann. Österreichische Vielfalt und Qualität sind für alle da», betonte Schultes.

Brauchen das beste, nicht das billigste Angebot
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