Ältere Menschen fühlen sich beim Autofahren sicher

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«Autofahren bereitet den meisten Menschen auch in höherem Alter noch Vergnügen, sie fühlen sich am Steuer ihres Wagens bestens aufgehoben», kommentiert Kurt Benesch, Geschäftsführer des Allianz Kundenservice, die Ergebnisse einer aktuellen Allianz Umfrage. 95 Prozent der älteren Führerscheinbesitzer sind mindestens ein Mal pro Woche unterwegs, die durchschnittliche Fahrleistung beträgt rund 10.000 Kilometer im Jahr.

Am stärksten ist das subjektive Sicherheitsgefühl auf Autobahnen ausgeprägt, relativ am schwächsten im Stadtverkehr. Erstaunlich: Seltenfahrer unterscheiden sich hinsichtlich ihres Risikobewusstseins kaum von Vielfahrern, auch mit über 70 Jahren gehen die meisten sehr entspannt ans Autofahren heran.

Risiken beim Autofahren: die anderen Fahrer und das Wetter

«Generell werden eher äußere Umstände als Risiken beim Autofahren wahrgenommen», berichtet Benesch. 73 Prozent halten das Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer für gefährlich, 63 Prozent (überwiegend Frauen) fürchten sich ein bisschen vor Glatteis und schlechter Witterung, 43 Prozent meiden beim Fahren gerne die Dunkelheit. Hingegen sehen nur 29 Prozent Müdigkeit, 23 Prozent Ablenkung und gar nur 6 Prozent den eigenen Alkoholkonsum als Risiken an.

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Bei Autofahrer über 60 steht die Sicherheit an oberster Stelle. Bild@Alliance/dpa

Bei der Ausstattung eines Autos steht für Lenkerinnen und Lenker über 60 die Sicherheit an oberster Stelle und gewinnt mit zunehmendem Alter noch weiter an Bedeutung. Erst dahinter rangieren Bequemlichkeit und Fahrkomfort sowie die Unterstützung durch Einparkhilfen und ähnliches. PS-Leistung und Design des Autos spielen für die ältere Generation praktisch überhaupt keine Rolle.

Zwei Drittel brauchen Auto im Alltag

Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, im täglichen Leben auf das Auto angewiesen zu sein, 93 Prozent fahren gerne und wollen dies auch noch mindestens bis zum Alter von 80 Jahren tun. Dennoch können sich immerhin 57 Prozent der Befragten – insbesondere in Wien und Niederösterreich – vorstellen, bei einem entsprechend attraktiveren Angebot auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und das Auto auch einmal stehen zu lassen. Car-Sharing ist hingegen nur für die wenigsten eine ernst zu nehmende Option. Übrigens: Ein Viertel der älteren Verkehrsteilnehmer hält das selbständig fahrende Auto für erstrebenswert, sogar 40 Prozent wären neugierig, einmal mit einem solchen zu fahren.

Seniorinnen und Senioren wünschen Fahrassistenzsystemen
Seniorinnen und Senioren wünschen die Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen. Bild@dpa

Für generalpräventive Maßnahmen des Fahrerlaubniswesens allein aufgrund des kalendarischen Alters sieht das Allianz Zentrum für Technik keine Rechtfertigung. Europaweit zeige die Forschung sogar, dass solche Beschränkungen Seniorinnen und Senioren in für sie weit unsicherere Arten der Verkehrsteilnahme, beispielsweise den Radverkehr, drängen. «Hilfreich wäre hingegen die Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen, die den Bedürfnissen älterer Menschen speziell entgegenkommen und ein geringes Ablenkungspotenzial haben», betont Benesch abschließend.

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